50 JAHRE IMKEREI BERGER (1958 – 2008)
 
   
   
1958 – 1973 BIENENHAUSIMKEREI IM SCHWEIZERKASTEN
 
 
   
 
1958
fing mein Vater den ersten herrenlosen Schwarm ein, kaufte eine Schweizer Doppelbeute und begann mit der Bienenzucht.
 
 
 
 
1963
erlitt er einen Unfall und verstarb an den Folgen im Alter von erst 59 Jahren. Er hinterliess in Muttenz ein schönes Bienenhaus mit 33 Völkern!
Ich war von Beginn an als damals Dreizehnjähriger dabei und gab nie auf, obwohl ich anfangs nach einem Stich im Gesicht mehrere Tage neben der starken Geschwulst auch noch dem Spott meiner Schulkameraden ertragen musste.
 
 
 
 

vatersbienenhaus
Das Bienenhaus meines Vaters, fotografiert im Herbst 2007
 
 
 
 
1964
Zusammen mit meinem älteren Bruder Walter setzten wir die noch vom Vater begonnene Zucht der Carnica fort. Systematisch suchten wir den für uns besten Carnicastamm. Österreichische Herkünfte wie Troyseck, Peschetz, Sklenar und Oberkärntner wurden neben den Bukovsek aus Slowenien getestet.
 
 
 
 
1970
durfte ich die Bienen in alleiniger Verantwortung übernehmen. In diesem Jahr wurde in Muttenz eine flächendeckende Behandlung mit Folbex gegen die Tracheenmilbe durchgeführt.
 
 
 
 
1972
Beginn der Wanderimkerei: Erstmals verstellte ich die einige Bienenvölker (in schweren Doppelbeuten!) in die Jura-Waldtracht bei Kleinlützel. Um der Carnica zum Durchbruch zu verhelfen, importierte ich 21 Reinzuchtköniginnen und gab diese zusammen mit 46 Königinnen F1 aus meiner eigenen Zucht an die Muttenzer Imker ab.
 
 
   
   
1973 – 2008 MAGAZINIMKEREI MIT DER LANGSTROTH-BEUTE
 
 
   
 
auswinterung
Auswinterungskontrolle im März
 
 
 
 
1973
Beginn der Umstellung vom Schweizerkasten im Bienenhaus zur Freiaufstellung in Langstroth-Magazin-Beuten.  
 
   
 
1978
Verkauf des Bienenhauses in Muttenz.  
 
 
 
1979
Erste Wanderung in die Alpenrosentracht am Glaspass (Domleschg, Graubünden). Da ich inzwischen mit meiner Frau nach Gipf-Oberfrick gezogen war, wurden auch die Bienen bald darauf ins Fricktal gebracht. Meine Hobby-Imkerei umfasste in diesen Jahren etwa 15 – 20 Völker.  
 
 
 
1987
Nach 29 Jahren Imkern geht die goldene Zeit ohne Bienenkrankheiten zu Ende, die Varroamilbe ist in meine Völker eingedrungen.  
 
 
 
1988

1998
Chemische Bekämpfungsmittel und ein straffes und disziplinierten Behandlungskonzept unter der Führung des damaligen aargauischen Bieneninspektors Stefan Binder sorgten im Aargau dafür, dass die Milben recht gut in Schach gehalten werden konnten. Es gab wenig Völkerverluste und der zusätzliche Arbeitsaufwand war nicht gross.  
 
   
 
1999
Die Varroabekämpfung erfolgt von nun an mit Thymol, Ameisen- und Oxalsäure.  
 
 
 
2000
Ich gebe meinen Lehrerberuf mit 55 Jahren auf und vergrössere in den folgenden Jahren meine Imkerei auf etwa 100 Völker.
Erste Wanderung in den Tessin zur Gewinnung von Akazien- und Linden/Kastanienhonig.
 
 
 
 
2003
Beginn der eigenen Varoatoleranzzucht.  
 
 
 
2008
50 Jahre Imkerei Berger.  
   
 
 
muetivati
Johanna & Hanspeter Berger